Michael_Melka
Sep 25 2007, 01:14 PM
DFL lehnt Vertrag von Jena mit Investor ab
Frankfurt/Jena (dpa) - 24.09.2007, 19:18 Uhr
Fußball-Zweitligist FC Carl Zeiss Jena hat mehr Sorgen als ihm lieb sein kann. Die sportliche Talfahrt bescherte den Thüringern nach sechs Spieltagen die Rote Laterne - nun ist auch der Einstieg eines russischen Großinvestors in Gefahr.
Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat den geplanten Kooperationsvertrag der Jenaer mit dem Konsortium Alpha Invest Group Corporation vorerst abgelehnt. Das ist das Ergebnis eines fast siebenstündigen Gesprächs der DFL mit den Verantwortlichen des Vereins. «Wir haben unseren Standpunkt deutlich gemacht. Nun ist der Club am Zuge, entsprechende Änderungen vorzunehmen», sagte DFL-Geschäftsführer Christian Müller.
In einer Pressemitteilung erklärte der Verein, dass mit entsprechenden Gesprächen die DFL-Forderungen erfüllt werden können. Allerdings könne der geplante Zeitrahmen der Zusammenarbeit nicht eingehalten werden. «Das Präsidium sieht sich wegen der Sanktionsmöglichkeiten der DFL auf Basis der bisherigen Informationen nicht in der Lage, auf der anstehenden Mitgliederversammlung über die Aufnahme des Investors zu entscheiden», heißt es in der Erklärung des FC Carl Zeiss.
Der Ligaverband legte sein Veto ein, weil Jena den Investor mit 49 Prozent an seiner Spielbetriebs-GmbH beteiligen will. Zudem fordert die Alpha Group einen von zwei Geschäftsführerposten dieser Gesellschaft. Mit Blick auf die DFL-Statuten wurde Carl Zeiss dringend geraten, einige Passagen des Vertragsentwurfs grundlegend zu ändern. «Dabei ging es vor allem um Entscheidungskompetenzen im sportlichen Bereich», betonte Müller. Laut den Statuten sei es nicht zulässig, dass ein Minderheitsgesellschafter in irgendeiner Form die Personalpolitik eines Vereins bestimmen dürfe, argumentierte er.
Nicht zuletzt bemängelte die DFL die fehlende Transparenz des geplanten Engagements, das Jena in den nächsten fünf Jahren bis zu 25 Millionen Euro bescheren soll. So sei unter anderem weder etwas über die Hintergründe noch die Motive der Alpha Group bekannt. Auch in russischen Medien wird bereits die Seriosität des Unternehmens angezweifelt, hinter dem sich die Geschäftsmänner Atlan Schischkanow und Murat Lujanow verbergen. Auch der Verein konnte die Unklarheiten nicht beseitigen. «In Vorbereitung der Sitzung wurde der Investor um persönliche Anwesenheit und Unterlagenbeibringung gebeten. Diesem Wunsch ist er leider nicht nachgekommen», teilte der Club mit.
Vor der Mitgliederversammlung am 29. September steht Jena nun unter Zugzwang. Rechtsanwalt Joachim Rain, der die Alpha Group in diesem Fall vertritt, hatte zwar angekündigt, dass die Partnerschaft nicht an kleinen Formulierungen scheitern würde. Zipfel räumte jedoch unlängst ein, dass der Investor nicht nur auf die sportliche Talfahrt, sondern auch auf den Medienrummel verärgert reagiert.
Was meint ihr ? War das die richtige Entscheidung oder eine klare Benachteiligung Jenas, gerade im Vergleich zu Hoffenheim ?
Frankfurt/Jena (dpa) - 24.09.2007, 19:18 Uhr
Fußball-Zweitligist FC Carl Zeiss Jena hat mehr Sorgen als ihm lieb sein kann. Die sportliche Talfahrt bescherte den Thüringern nach sechs Spieltagen die Rote Laterne - nun ist auch der Einstieg eines russischen Großinvestors in Gefahr.
Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat den geplanten Kooperationsvertrag der Jenaer mit dem Konsortium Alpha Invest Group Corporation vorerst abgelehnt. Das ist das Ergebnis eines fast siebenstündigen Gesprächs der DFL mit den Verantwortlichen des Vereins. «Wir haben unseren Standpunkt deutlich gemacht. Nun ist der Club am Zuge, entsprechende Änderungen vorzunehmen», sagte DFL-Geschäftsführer Christian Müller.
In einer Pressemitteilung erklärte der Verein, dass mit entsprechenden Gesprächen die DFL-Forderungen erfüllt werden können. Allerdings könne der geplante Zeitrahmen der Zusammenarbeit nicht eingehalten werden. «Das Präsidium sieht sich wegen der Sanktionsmöglichkeiten der DFL auf Basis der bisherigen Informationen nicht in der Lage, auf der anstehenden Mitgliederversammlung über die Aufnahme des Investors zu entscheiden», heißt es in der Erklärung des FC Carl Zeiss.
Der Ligaverband legte sein Veto ein, weil Jena den Investor mit 49 Prozent an seiner Spielbetriebs-GmbH beteiligen will. Zudem fordert die Alpha Group einen von zwei Geschäftsführerposten dieser Gesellschaft. Mit Blick auf die DFL-Statuten wurde Carl Zeiss dringend geraten, einige Passagen des Vertragsentwurfs grundlegend zu ändern. «Dabei ging es vor allem um Entscheidungskompetenzen im sportlichen Bereich», betonte Müller. Laut den Statuten sei es nicht zulässig, dass ein Minderheitsgesellschafter in irgendeiner Form die Personalpolitik eines Vereins bestimmen dürfe, argumentierte er.
Nicht zuletzt bemängelte die DFL die fehlende Transparenz des geplanten Engagements, das Jena in den nächsten fünf Jahren bis zu 25 Millionen Euro bescheren soll. So sei unter anderem weder etwas über die Hintergründe noch die Motive der Alpha Group bekannt. Auch in russischen Medien wird bereits die Seriosität des Unternehmens angezweifelt, hinter dem sich die Geschäftsmänner Atlan Schischkanow und Murat Lujanow verbergen. Auch der Verein konnte die Unklarheiten nicht beseitigen. «In Vorbereitung der Sitzung wurde der Investor um persönliche Anwesenheit und Unterlagenbeibringung gebeten. Diesem Wunsch ist er leider nicht nachgekommen», teilte der Club mit.
Vor der Mitgliederversammlung am 29. September steht Jena nun unter Zugzwang. Rechtsanwalt Joachim Rain, der die Alpha Group in diesem Fall vertritt, hatte zwar angekündigt, dass die Partnerschaft nicht an kleinen Formulierungen scheitern würde. Zipfel räumte jedoch unlängst ein, dass der Investor nicht nur auf die sportliche Talfahrt, sondern auch auf den Medienrummel verärgert reagiert.
Was meint ihr ? War das die richtige Entscheidung oder eine klare Benachteiligung Jenas, gerade im Vergleich zu Hoffenheim ?